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Mimimi, Selbstironie als Standortstrategie

Eine Kampagne für Rheintal.com, die Vorzüge nicht erklärt, sondern als vermeintliche Probleme inszeniert. Mit Wirkung.

Der Twist: Sympathische Luxusprobleme

Was, wenn man nicht sagt, wie gut eine Region ist, sondern so tut, als wäre es ein Problem? Genau das steckt hinter «Jammern auf Rheintal-Niveau» – unserer Standortkampagne für Rheintal.com. Eine Idee, die Aufmerksamkeit ohne Erklärung erzeugt.

 

Work-Life-Balance, viel Platz und Natur pur klingen schnell nach Hochglanzbroschüre. Wir drehen den Spiess um: Da klagt ein Velofahrer, dass sein Arbeitsweg fürs Training schlicht zu kurz sei. Ein Paar verzweifelt an zu viel Wohnfläche, und ein anderes ist völlig überfordert von der endlosen Auswahl an Freizeitmöglichkeiten. So werden aus echten Stärken überraschende Luxusprobleme – authentischer als jede klassische Imageaussage.

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Die Mechanik: Teasern, Auflösen, Mitjammern

Die Kampagne startete mit rätselhaften «Mimimi»-Plakaten – ohne Absender. Die Auflösung folgte via Social-Media-Videos, ergänzt durch einen interaktiven «Jammer-Check» auf der Website. Neugier als Eintrittspunkt, Identifikation als Ziel. Gleichzeitig ist das ganze Rheintal aufgerufen, unter #rheintalniveau eigene Jammer-Momente zu teilen. Je mehr mitmachen, desto glaubwürdiger das Bild einer Region, die ihre Vorzüge mit einem Lächeln feiert.

Das Resultat: Aus Selbstironie wird Schlagzeile

Die Kampagne wurde von Medien wie persönlich.com und markt-kom.com aufgegriffen – nicht weil sie laut war, sondern weil sie einen Nerv getroffen hat. Selbstironie funktioniert, wo Eigenlob nervt. Und eine Region, die über sich selbst schmunzeln kann, wirkt nahbarer, authentischer und am Ende überzeugender als eine, die nur glänzen will.